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Nachhaltigkeit

Pflanzaktion im Steilgelände des Wanks

In einer beispiellosen Aktion schafften es die 67 Buben und Mädchen der 9. Jahrgangsstufe, die Mitarbeiter der Bayerischen Forstverwaltung Murnau Süd durch ihren Fleiß und Arbeitswillen zu beeindrucken. Die nun schon zum siebten Mal durchgeführte Aktion zur Rettung des Bergwaldes ist mittlerweile fester Bestandteil des Schulkalenders und dennoch kann von Routine keine Rede sein, allein schon deswegen, weil die Schüler nie genau wissen in welchem Gelände sie letztendlich diese sinnvolle Tätigkeit ausführen werden. Auch wechseln jedes Jahr die zu pflanzenden Baumarten.

In den vorangegangenen Jahren wurden schon Fichten, Tannen, Wildapfel und Buchen gepflanzt und in diesem Jahr galt es, 500 junge Lärchen einzusetzen.
Vorausgegangen war eine theoretische Einführung durch Joachim Mark vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Murnau Süd, der am 21. September 2015 einen einstündigen Vortrag über den Bergwald als Schutzwald vor unseren Neuntklässlern hielt. Hier betonte er welch wichtigen Beitrag zum Schutz des Bergwaldes die Schüler durch ihren Einsatz leisten. Schon am nächsten Tag, am 23. September 2015, trafen sich die Schüler am Parkplatz der Wankbahn und erhielten dort eine Einweisung von Herrn Mark, besonders zum Umgang mit den Hauen und den zarten Pflänzchen.

Dank der großzügigen Spende der BZB, die über 70 Freikarten ausgab, konnten die Hänge bei der Esterbergalm durch einen Abstieg vom Wank erreicht werden. Von dort jedoch ging es sehr schnell ins Steilgelände abseits der vielbegangenen Wege. Eine Herausforderung waren die langen nassen Gräser und natürlich der Transport der 500 Pflanzen und der Hauen. Jeder Schüler trug etwas und kämpfte sich tapfer das rutschige Gelände hoch. Die Schüler wurden in Gruppen eingeteilt und auch von jungen Praktikanten, die Forstwesen studieren, unterwiesen, wie die Lärchen sachgerecht zu pflanzen seien, damit diese eine möglichst hohe Überlebenschance haben.

Jeder Schüler pflanzte fast 10 Bäumchen, wobei trotz der Schwierigkeiten die Stimmung immer gut war, nicht zuletzt wegen der ausgezeichneten Verpflegung durch den Partenkirchener Hofladen beim Jochala. Die Chefin höchstpersönlich hatte die über 80 Brotzeitpakete gepackt und unserer Schule, wie schon in den vorangegangenen Jahren, zu günstigen Konditionen abgegeben. Sei meinte, sie unterstütze gerne eine solch sinnvolle Aktion von Schülern.

Petra Pawalkat

Bäume pflanzen zum Schutz des Bergwaldes

Seit 2009 ist das Thema Nachhaltigkeit eines der Leitbilder unserer Schule. Im Zuge dessen pflanzen unsere Neuntklässler seither in Zusammenarbeit mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Weilheim Bäume am Wank und im Hausberggebiet.

Sturmschäden und jahrhundertelange Nutzung als Bergweiden haben dafür gesorgt, dass sich große Grasflächen gebildet haben, auf denen sich auf natürlichem Weg keine Jungbäume mehr ansiedeln können. Dazu verursacht der große Wildbestand sehr viel Verbiss, sodass Jungbäume es nur sehr schwer haben nachzuwachsen. In höheren Lagen benötigen diese zudem eine sehr lange Zeit, bis sie eine entsprechende Höhe erreichen. Aus diesem Grund muss hier aufgeforstet werden, da der Bergwald mit seiner Schutzfunktion so wichtig für Garmisch-Partenkirchen ist. Neben der Speicherung von Wasser und dem damit verbundenen Hochwasserschutz, sichert der Wald die Hänge vor Erosion, Lawinen und Steinschlägen.

Nach der theoretischen Einweisung durch Herrn Mark in der Schule und der praktischen Einweisung durch Herrn Mark, Herrn Ernst und seine Kollegen vom Forstamt vor Ort, pflanzten unsere Schülerinnen und Schüler - teils im sehr steilen Gelände – nun schon über 3000 Lärchen, Fichten, Wildäpfel, Kiefern und Buchen in bis zu 1600 m Höhe. Die Karten für die Bergfahrt wurden von der Bayerischen Zugspitzbahn kostenlos zur Verfügung gestellt, dazu gab es eine Brotzeit, die von der VR-Bank Garmisch-Partenkirchen und dem Hofladen „Zum Jochala“ in Partenkirchen gesponsert wurden. Die Aktionen waren stets ein großer Erfolg – die Schüler hatten Spaß und halfen gleichzeitig der nachhaltigen Entwicklung des Bergwaldes.

Florian Hartmann