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Katholische Religionslehre

 

Besuch des jüdischen Denkmals am Marienplatz in Garmisch

 

Im Zuge des Themas „Judentum“ in der Klasse 6a beschäftigten wir uns auch einige Stunden mit Antisemitismus. Nachdem wir überlegt hatten, woher die Judenverfolgung überhaupt kommt, gelangten wir zur Zeit des Nationalsozialismus. Das Interesse der Schüler war unglaublich groß, da die Geschehnisse des zweiten Weltkrieges in den Medien immer noch äußerst präsent sind, allerdings das Wissen der Kinder oft nicht ausreicht, um diese Dinge zu verstehen.

Unterrichtsgegenstand war das Werk von Julius Streicher „Der Giftpilz“, mit dem Kindern im Nationalsozialismus der Judenhass eingetrichtert wurde. Mit bunten Bildern, Reimen und Geschichten aus der Alltagswelt wurden schon die Kleinsten dahingehend manipuliert, in jedem Juden den Teufel zu sehen.

Um den Schülern klar zu machen, dass der Antisemitismus im zweiten Weltkrieg auch in Garmisch-Partenkirchen Thema war, erzählte ich ihnen einige traurige Beispiele. Ab 1938 wurden Juden unseres Ortes gezwungen ihren Besitz zu verkaufen und ihre Heimat zu verlassen. Einigen Mitgliedern der jüdischen Gemeinde gelang die Flucht ins Ausland, viele wurden jedoch in Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt und dort ermordet.

Besuch jued. Denkmal.JPGAufarbeitung dieser Geschehnisse fand in Garmisch-Partenkirchen lange Zeit nicht statt. Die Marktgemeinde wollte jedoch unbedingt eine Änderung dieser Haltung hervorrufen und stellte im Jahr 2010 ein Denkmal sowie eine Informationstafel zur Erinnerung an die ehemalige jüdische Gemeinde auf dem Marienplatz auf.

Dieses Denkmal besuchten wir kurz vor den Osterferien, passend auch zur Fastenzeit, in der sich jeder Christ besinnen und bereuen sollte. Nachdem wir gemeinsam über die konkreten Fälle der Garmisch-Partenkirchner Juden gehört hatten, trug jeder Schüler seine ganz persönliche Bitte bezugnehmend auf die traurigen Geschichten der Juden in Deutschland vor.

 

„Lass die Menschen nie vergessen, wie grausam viele Juden ums Leben kamen. Jeder soll seine Religion so leben dürfen, wie er möchte.“

„Warum gibt es immer noch antisemitische Handlungen? Kapieren die Menschen denn nie?“

„Es tut mir sehr leid, dass so viele Menschen unschuldig sterben mussten…“

 

Viele Kinder hatten eine Kerze dabei, die wir am Denkmal entzündeten und gemeinsam mit einem Blumenstrauß niederlegten.

In einer weiteren Unterrichtsstunde beschäftigten wir uns abschließend mit dem Judenhass in unserer heutigen Zeit. Einige Kinder konnten nicht nachvollziehen, dass es Antisemitismus heute noch gibt. Allerdings wurden wir durch einige aktuelle Zeitungsartikel eines Besseren belehrt. In Frankreich zum Beispiel lodert der Judenhass momentan wieder auf. Das französische Innenministerium registrierte im vergangenen Jahr 541 antisemitische Übergriffe. Das entspräche einem Anstieg von 74 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2017, so Zeit-Online vom 12. Februar 2019. Auch dort versuche man mit Aufklärung und Mahnmalen die Menschen zum Nachdenken zu bringen.

Darin waren wir uns alle einig, dass nur so der Hass im Rahmen gehalten werden kann - sich hineinversetzen in das Leid der Menschen, sich immer wieder an die grausamen Handlungen zu erinnern, nur so können wir den Antisemitismus überwinden.

Sissy Petzold, Fachschaft Katholische Religionslehre

 

 

Ökumenischer Anfangsgottesdienst an der Zugspitz-Realschule

 

Gottesdienst2_0.jpgJedes Schuljahr gemeinsam neu anfangen. Und vor allem gemeinsam. Das war auch das Thema unseres ökumenischen Anfangsgottesdienstes. Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b trugen ein Rollenspiel vor, bei dem sich einige Organe eines Körpers einen Streit lieferten. So wollte die Hand wichtiger sein als der Fuß und das Auge einen höheren Stellenwert einnehmen als das Ohr. Nach wüsten Beschimpfungen schaltete sich mit leiser Stimme das Herz ein und mahnte die Streithähne, zur Besinnung zu kommen. Denn wie kann ein Körper gut funktionieren, wenn nicht alle Einzelteile zusammenhalten, sich gegenseitig ergänzen, einfach an einem Strang ziehen?!

Auch in der Schule ist es so – wir sind alle aufeinander angewiesen. Schüler, Eltern, Lehrer, die Schulleitung, Sekretärinnen, unsere Hausmeister, das Kioskteam und auch die Reinigungskräfte. Spitzen wir unsere Ohren und hören auf unser Herz, damit wir gemeinsam ein gutes und erfolgreiches Schuljahr verbringen können.

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“                                                                    Antoine de Saint-Exupéry

 

Die Fachschaft Katholische Religionslehre

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Schüler der Klasse 6a besuchen die Ausstellung "Menschen begegnen Jesus"

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Wie schon in den vergangenen Jahren gab es in der evangelischen Kirchengemeinde auch heuer die große Aktion in der Fastenzeit. Zu verschiedenen Themen das Leben Jesu betreffend wurden dort Stationen aufgebaut, die in einer einstündigen Führung erlebt werden können. Da sich die Kinder der 6. Jahrgangsstufe im Fach Katholische Religionslehre mit dem Thema „Jesus von Nazareth – wer war er wirklich?“  beschäftigen, besuchten wir diese Ausstellung ergänzend zum Unterricht.

Die Kinder konnten mit allen Sinnen erleben, dass sie einzigartig sind und mit jedem Problem zu Jesus kommen dürfen. An verschiedenen Stationen wurden sie immer wieder aktiv tätig und erlebten die Geschichten von Jesus in Auszügen hautnah mit. So erfuhren sie zum Beispiel, welche Last der gekrümmten Frau von den Schultern genommen wurde, als sie sich traute, Jesus anzusprechen. Auch nachdem sie die Sturmstillung am See Genezareth miterlebten, durften sie ihre ganz individuellen Anliegen in Jesu Hände legen, genau wie es die Jünger getan haben. Bei einer der letzten Stationen hörten sie über den verhassten Geldeintreiber Zachäus, dem Jesus trotzdem eine Chance gab und sich mit ihm an einen Tisch setzte.

Den letzten Raum erreichten wir über einen sehr dunklen Tunnel voller Hoffnungslosigkeit, der in einen hell erleuchteten Raum überging. Dort wurde Jesu Auferstehung sichtbar und abschließend deutlich gemacht, dass es in jeder Situation einen Ausweg gibt - die große Hoffnung der Christen.

Euch liebe Schülerinnen und Schüler und auch Ihnen, liebe Eltern, wünsche ich ein spürbares, österliches Erlebnis, das euch/Sie neue Kraft und Hoffnung schöpfen lässt, ein wunderschönes Fest der Auferstehung, ein paar erholsame Ostertage und natürlich schöne Ferien,

Sissy Petzold, Fachschaft Katholische Religion

 

Ökumenischer Anfangsgottesdienst an der Zugspitz-Realschule

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Auch heuer versammelten sich die Schülerinnen und Schüler und das gesamte Lehrerkollegium in der Aula der Zugspitzrealschule, um gemeinsam den ökumenischen Anfangsgottesdienst zu feiern. Eingestimmt durch das Lied „Das will ich seh`n" von Sabrina Setlur wussten die Kinder und Jugendlichen nicht so ganz, was sie erwartete.

Durch ein Anspiel, das von vier Schülern der Klasse 8a vorgetragen wurde, kam Licht ins Dunkel. Menschen, die vor lauter Angst vor dem Neuen, oder weil sie nicht gewillt sind, sich mit der Realität zu beschäftigen, verschiedene Sonnenbrillen tragen.

Der eine verschließt die Augen ganz, der andere schaut nur auf sich selbst, ein Dritter möchte alles nur durch eine gelbe Sonnenbrille in strahlendem Licht sehen, da alles andere unbequem wäre. Und doch ist es so wichtig einen klaren Blick zu haben, denn nur mit offenen Augen, kann man Probleme erkennen und richtig mit ihnen umgehen.

Für das neue Schuljahr wünschen wir den Schülerinnen und Schülern, den Lehrerinnen und Lehrern und auch Ihnen liebe Eltern ein stets waches Auge, den richtigen Blick auf die Dinge und die Offenheit für nötige Perspektivenwechsel!

Die Fachschaft Katholische Religionslehre